Stadtmuseum Beckum – Sept./Okt. 2025

Groll ist ein Gefühl, das uns festhält – er nährt sich aus Verletzungen, Demütigungen oder Ungerechtigkeiten und verhärtet die Wahrnehmung. Heilung hingegen verlangt das Loslassen, die Bewegung, das Öffnen von Räumen für Neues. Zwischen diesen Polen entsteht ein künstlerisches Feld, das weder linear noch eindeutig ist: Groll kann Quelle von Energie, Widerstand und Ausdruck sein; Heilung ist nicht bloß das Vergessen, sondern ein komplexer, oft widersprüchlicher Prozess.

Die Ausstellung versammelt Positionen, die diese Ambivalenz sichtbar machen: Werke, die den Stachel der Verletzung bewahren und ihm Form geben, ebenso wie Arbeiten, die Wege der Transformation, der Erinnerung und der inneren wie kollektiven Versöhnung suchen. Es geht nicht darum, Groll und Heilung als Gegensätze aufzulösen, sondern um das Erkennen der Übergänge – dort, wo Schmerz in Sprache übergeht, wo Zorn zu künstlerischer Kraft wird, und wo Heilung kein Endpunkt, sondern ein offener, fragiler Zustand bleibt.

„Groll und Heilung“ ist damit eine Einladung, das Spannungsfeld zwischen Festhalten und Loslassen, zwischen Bruch und Neuanfang zu durchwandern – und die eigene Position darin zu reflektieren.

Zur Ausstellungseröffnung am So. 31. August 2025, um 11:00 Uhr, sind Sie und Ihre Freunde herzlich eingeladen.

Begrüßung
Resi Gerwing, stellv. Bürgermeisterin
Christoph Platz, 1. Vorsitzender des WKB

Einführung in die Ausstellung
Dr. Martin Gesing, Museumsleiter

Kuratoren
Heiner Geisbe, Thomas Prautsch

Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler
JOCHEM AHMANN
JULIA ARZTMANN
JACKIE BAMFASTE
RENATE BEHLA
EDGAR A EUBEL
FRIEDHELM FALKE
PETER GROS
ULRICH HAARLAMMERT
ANNE KÜCKELHAUS
ANDREA KÜSTER
ULRICH LANGENBACH
MARION NIESSING
EDITH OELLERS
STEPHANIE PECH
CHRISTOPH PLATZ
THOMAS PRAUTSCH
SILKE REHBERG
MIRA SCHUMANN
ELKE SEPPMANN
BERNHARD SPRUTE